Förderung von Anfang an

Förderung am FSG beginnt in Klasse 5. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Kinder dort abzuholen, wo sie nach einer erfolgreich absolvierten Grundschulzeit sind. Viele Fähigkeiten und Fertigkeiten werden beherrscht, die Motivation und Neugier unserer Fünftklässler ist riesig.

Wir wissen aber auch, dass die Akzentsetzungen in der Grundschulzeit etwas unterschiedlich sind und dass der Lernfortschritt sehr individuell verläuft. Deshalb scheint es uns wichtig, darauf zu achten, dass zu Beginn etwa gleiche Eingangsvoraussetzungen geschaffen werden. Das betrifft nicht nur den fachlichen Aspekt im Bereich der Kompensationsförderung, sondern auch die methodischen Fertigkeiten im Modul „Gut starten“.

Warum fördern und wie?

Im Schulgesetz § 1 heißt es „Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung.“ Dieses Recht wird nach Maßgabe dieses Gesetzes gewährleistet.

Das FSG stellt sich der Herausforderung, Schülerinnen und Schülern mit multiplen Interessen und unterschiedlichen Begabungen Angebote zur individuellen Entwicklung bereit zu stellen und in gegenseitiger Abstimmung mit den Eltern, Lehrenden und Lernenden diese Angebote variantenreich einzusetzen.

Dazu will das 2013 neu erarbeitete Förderkonzept neben dem Drehtürmodell, der individuellen Förderung im Unterricht, der individuellen Laufbahnberatung und vielem mehr einen Beitrag leisten.

Das Förderkonzept konkret - Förderung in Modulen

Nach dem neuen Förderkonzept erhalten alle Schülerinnen und Schüler in den Stufen 5-7 ständig zwei Stunden Förderunterricht pro Woche. Diese Fördermodule laufen pro Quartal und belegen jeweils eine Doppelstunde. Dabei gibt es mindestens ein Angebot mehr als Klassen in der Jahrgangsstufe. Auf diese Weise werden die Förderkurse kleiner gehalten als die üblichen Klassengrößen in den Jahrgangsstufen 5-7.

Neben der bisherigen Kompensationsförderung wird nun auch Begabtenförderung angeboten. Dabei wird eine größere Vielfalt als bisher im Förderbereich Deutsch, Englisch, Mathematik erreicht. Außerdem kommen Französisch, Latein und die Naturwissenschaften hinzu.

Die Lehrkräfte der einzelnen Fächer entscheiden nach der Diagnose, in welchen Bereichen für bestimmte Schülerinnen und Schüler Kompensationsförderung angesetzt wird. Im Rahmen dieser Kompensationsförderung werden systematisch bestimmte Themen behandelt.

Schülerinnen und Schüler, für die kein akuter Kompensationsbedarf besteht, können frei für die einzelnen Quartale eines Schuljahres die von ihnen bevorzugten Module wählen. Dabei ist zu beachten, dass die Module „Gut starten“, „Computerführerschein“ und „Laborführerschein“ für alle Schüler gleichermaßen verpflichtend sind.

Der Vorteil dieser Pflichtmodule besteht darin, dass sie den normalen Unterricht zeitlich und thematisch entlasten und dass gewisse Grundlagen für bestimmte Fächer ab einem gewissen Punkt jederzeit vorausgesetzt werden können.

Beispielhafte Förderlösung für die Jahrgangsstufe 5

1

MINT/Biologie

„Das Gelbe vom Ei“

Wahl

2

Deutsch

Kompensation mit dem Schwerpunkt „Leseförderung“

Zuweisung

auf der Grundlage eines Diagnoseverfahrens

3

Englisch

Sprechsituationen für Fortgeschrittene

Wahl

4

Computerführer-

schein

Computerbasics für alle Fälle

Wahl

5

Mathematik I

Kompensation

Zuweisung auf der Grundlage eines Diagnoseverfahrens

6

Mathematik II

Kompensation

s.o.

 

Informationen über Lernerfolge

Nach Beendigung eines Kompensationsfördermoduls soll eine Absprache mit den Förderlehrern erfolgen, um den Leistungsstand der Schüler besser einschätzen zu können.